Scrollen, Schokolade, Selbstverlust – Die kleinen Süchte und der Ruf nach Verbindung
„Ich habe gespürt, wie sehr mein Körper nach echter Nahrung hungert – nicht nach Zucker, sondern nach Verbindung.“
Wir sprechen oft über Sucht, als würde sie nur dann existieren, wenn sie laut, zerstörerisch und offensichtlich ist – Alkohol, Drogen, Nikotin.
Aber was ist mit den kleinen Süchten, die sich ganz leise in unseren Alltag schleichen?
Das ständige Scrollen durch Instagram.
Das Glas Wein am Abend, um „runterzukommen“.
Der Zwang, ständig erreichbar zu sein.
Der Griff zur Schokolade bei emotionalem Stress.
Oder die endlosen To-Do-Listen, die uns im Funktionieren halten.
Diese kleinen Süchte sind oft schwerer zu erkennen – aber sie haben eines gemeinsam: Sie überdecken ein Gefühl, das wir nicht fühlen wollen. Und genau hier kann Kambo ansetzen.
Was ist Kambo?
Kambo ist das Sekret des amazonischen Riesenmakifrosches Phyllomedusa bicolor. Es wird traditionell von indigenen Stämmen zur Reinigung von Körper, Geist und Seele verwendet. Kambo enthält eine Vielzahl bioaktiver Peptide – das sind kleine Moleküle, die blitzschnell im Körper wirken und u. a. auf unser Nervensystem, unser Immunsystem und unsere hormonelle Balance Einfluss nehmen.
Die Wissenschaft dahinter: Biochemischer Reset durch Peptide
Einige der wichtigsten Wirkstoffe in Kambo sind:
-
Phyllocaerulein & Sauvagine: Wirken blutdrucksenkend, entspannend, beruhigen das autonome Nervensystem – oft überaktiv bei Menschen mit innerer Unruhe oder Stress-Süchten.
- Dermorphin & Deltorphin: Aktivieren Opioid-Rezeptoren – sie stillen Schmerz, aber ohne Suchtpotenzial. Viele berichten nach einer Kambo-Sitzung von einem „heiligen Frieden“ im Körper.
-
Adenoregulin: Regt die Tiefenregeneration an, unterstützt besseren Schlaf – ein entscheidender Faktor bei der Entwöhnung.
-
Dermaseptine & Bombesin: Reinigen den Körper von schädlichen Mikroorganismen, regulieren das Hunger- und Belohnungssystem – relevant bei emotionalem Essen oder Zuckersucht.
Diese Peptide wirken innerhalb von Sekunden und geben dem Körper ein starkes Signal: „Du kannst loslassen. Ich halte dich.“
Sucht als Zeichen einer tieferliegenden Dysregulation
Aus psychologischer Sicht entstehen viele Süchte nicht aus einem Mangel an Disziplin, sondern aus einem Mangel an Verbindung: zu sich selbst, zu anderen, zur eigenen Wahrheit.
Suchtverhalten ist oft eine (unbewusste) Strategie, um mit unerträglichen Gefühlen umzugehen – Angst, Leere, Einsamkeit, unterdrückter Schmerz.
Wenn wir uns selbst nicht halten können, halten wir uns an etwas im Außen fest.
Das Nervensystem spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein überreiztes, dysreguliertes System sucht nach Beruhigung – und findet sie kurzfristig in Dopamin-Kicks, Zucker, Ablenkung oder betäubenden Mitteln.
Kambo setzt genau hier an: Es wirkt direkt auf das autonome Nervensystem und bietet dem Körper eine Alternative zur dysfunktionalen Selbstregulation.
Kambo als Spiegel – und Einladung zur Tiefe
Kambo ist keine Droge. Es verändert nicht dein Bewusstsein – es schärft es. Während der Sitzung zeigt sich oft sehr klar, wo wir uns selbst nicht mehr spüren, wo wir kompensieren, kontrollieren, uns selbst verlieren.
Viele berichten von plötzlicher Klarheit:
„Ich wusste auf einmal, dass ich mich mit dieser Sucht klein halte.“
„Ich konnte meine Traurigkeit endlich zulassen – ohne sie gleich zu betäuben.“
Diese Erfahrungen sind nicht nur biochemisch erklärbar, sondern auch zutiefst spirituell: Kambo bringt dich in Kontakt mit deiner Essenz – jenseits von Suchtmustern, Rollen und äußeren Strategien. Es ist, als würde der Schleier fallen.
Die Integration: Der entscheidende Schritt
Aber Kambo ist kein magischer Quick Fix. Es zeigt dir die Tür – durchgehen musst du selbst. Deshalb ist Integration so wichtig.
Nach einer Kambo-Sitzung kann es helfen:
-
Dich in stillen Momenten bewusst zu beobachten: Wo greifst du automatisch zu alten Strategien?
-
Mit deinem inneren Kind in Kontakt zu treten: Was möchte es eigentlich fühlen?
→ Lies hier auch gerne meinen Blog-Eintrag zum inneren Kind.
- Dein Nervensystem mit Tools wie Atemarbeit, Hypnose oder Journaling weiter zu stabilisieren
-
kleiner Tipp: Werde langsam und lerne dich zu beobachten!
Wenn wir lernen, unangenehme Gefühle zu halten, anstatt sie zu verdrängen, verlieren Süchte ihren Reiz. Sie sind dann nicht mehr unsere einzige Rettung – sondern nur ein altes Muster, das wir mit Mitgefühl entlassen können.
Fazit: Heilung beginnt mit dem Mut hinzuschauen
Die kleinen Süchte des Alltags sind keine Schwäche. Sie sind Hinweise. Und Kambo ist eine Medizin, die diese Hinweise sichtbar machen kann – körperlich, emotional und seelisch.
Wenn du bereit bist, dich deinem Innersten zuzuwenden, kann Kambo ein kraftvoller Begleiter sein. Nicht als Lösung im Außen, sondern als Spiegel, der dich an das erinnert, was du längst bist:
Ganz. Vollständig. Und zutiefst lebendig.
Nimm gerne Kontakt mit mir auf, wenn du bereit bist dich deinen Dämonen zu stellen. Ich freue mich, dich zu unterstützen!

Written by Marisa
More From This Category
Vom Überleben ins Vertrauen – Das innere Kind, Bindung & Nervensystemregulation
Raus aus dem Überlebensmodus: So findet dein inneres Kind endlich Sicherheit in Beziehungen„Ich muss alles alleine schaffen.“„Ich darf keine Schwäche zeigen.“„Ich bin zu sensibel.“„Ich werde eh verlassen.“„Wenn ich nicht funktioniere, bin ich nichts wert.“ Kommt dir...
0 Kommentare